Warum wir nachhaltig produzierte Holzküchenutensilien aus Europa solchen aus Bambus vorziehen

Schneidebretter und Kochgeschirr aus Bambus sind weniger umweltfreundlich und gesund als Küchenutensilien aus Holz

Bambus oder Holz? Ist Bambus so umweltfreundlich wie angegeben? Und ist Kochen mit Bambus-Kochgeschirr gut für Ihre Gesundheit? Warum sollte man bei Küchenhelfern (und anderen Produkten) das eine Material dem anderen vorziehen? Da unsere Kunden uns diese Frage schon relativ häufig gestellt haben, haben wir beschlossen einen kurzen Artikel zu diesem Thema zu schreiben. Wir erklären, warum wir von Uulki Küchenutensilien aus Holz und nicht aus Bambus produzieren. Bambus ist trendy – ein Trend der, in der Küche und anderswo, schon seit einigen Jahren andauert. In vielen Supermärkten und Geschäften kannst du Schneidebretter, Schüsseln, Kochlöffel, Salatbesteck und weitere Küchenutensilien aus Bambus entdecken. Das alles wird als ökologisch vermarktet. Außer Küchenutensilien aus Bambus gibt es auch Kleidung, Möbel, Bodenbeläge, Terrassenabdeckungen, Gartenzäune und noch vieles mehr aus Bambus. Bambus wird von vielen als umweltfreundliche, nachhaltige Alternative zu vielerlei Materialien (tropische Harthölzer, Plastik, Stahl usw.) angepriesen. Wir bei Uulki beziehen allerdings ganz entschieden Stellung für die Verwendung von einheimischem Holz – und wir können es kaum erwarten, dir mehr darüber zu berichten!

ist bambus nachhaltigWarum ist Bambus so beliebt? Und ist sein umweltfreundliches Image vielleicht trügerisch?

Bambus ist eine der am schnellsten wachsenden Pflanzen auf der Welt und somit eine unerschöpfliche natürliche Ressource. Alle 3 bis 7 Jahre kann Bambus geerntet werden, während Holz nur alle 30 bis 50 Jahre geerntet werden kann. Es kann also eine Menge Bambus geerntet werden, um daraus alle möglichen Produkte herzustellen. Außerdem muss Bambus nach der Ernte nicht neu angepflanzt werden, weil die Bambuspflanze von selbst wieder nachsprießt. Hinzu kommt, dass die Bambuspflanze fast keine Pflege benötigt, auf nährstoffarmen Böden gut überleben kann und außerdem keinen Dünger zum Wachsen braucht. Zudem ist Bambus für seine Härte bekannt, wodurch er durchaus mit Harthölzern auf dem Markt konkurrieren kann. Schließlich bindet dieses schnell wachsende Süßgras auch noch viel klimaschädliches CO2 (Kohlendioxid) aus der Luft. Das sind also eine ganze Menge Punkte, die Bambus wie die perfekte Pflanze aussehen lassen, aus der sich alle möglichen Produkte auf sehr nachhaltige Art und Weise herstellen lassen. Hat Bambus also nur Vorteile? Wir sind dieser Frage nachgegangen und haben festgestellt, dass Bambus nicht unter allen Umständen als umweltfreundlich angesehen werden kann.

melamin geschirr bambusDer transportbedingte ökologische Fußabdruck von Küchenutensilien aus einheimischem Holz im Vergleich zu Bambus

Der größte Teil des Bambusholzes und der Bambusprodukte in europäischen Supermärkten und Läden stammt aus China – und dies hat viele ökologische Nachteile. Die fertigen Bambus-Produkte müssen ja zuerst von China nach Europa (und in andere Regionen der Welt) transportiert werden. Transportiert wird Bambus in der Regel als Seefracht und das ist wahrscheinlich eine der umweltschädlichsten Transportmethoden – dieser Transportweg führt zur Freisetzung von sehr vielen Abgasen und Treibhausgasemissionen. Das ist vielleicht schon der wichtigste Grund, sich gegen Küchenutensilien aus Bambus zu entscheiden. Vor Kurzem haben einige Unternehmen allerdings damit begonnen, mit der Bambusproduktion direkt vor Ort in Europa zu experimentieren, aber im Moment ist dies noch sehr unüblich. Aus diesem Grund ist es also besser, sich für Küchenhelfer aus regionalem, d. h. einheimischem, europäischem Holz anstelle von Bambusholz zu entscheiden. Unsere Uulki Kochutensilien aus Holz werden – du wirst es schon vermuten – aus europäischem Holz hergestellt. Indem wir unser Holz in Europa ernten und auch in Europa produzieren, haben die Uulki Kochlöffel, Pfannenwender, Nudelhölzer, Schneidebretter & Co einen ökologischen Fußabdruck, der viel kleiner ist als derjenige von Bambus-Küchenutensilien aus China. Natürlich ist es auch bei regionalem Holz wichtig, dass das Holz (wie bei Uulki) aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt.

Bambus-Küchenutensilien können im Gegensatz zu hölzernen Kochutensilien den Schadstoff Melamin enthalten

bambus geschirr giftigStudien zeigen, dass vermeintlich nachhaltige und zu 100 % aus Bambus bestehende Küchenhelfer nicht immer wirklich zu 100 % aus Bambus bestehen. Wie kann das sein? Bambus ist kein Baum, sondern eine Art von hohlem Gras (eine Unterfamilie der Süßgräser). Aufgrund seiner Struktur ist es nicht möglich, ein massives Stück Bambus aus einem Bambusstängel herauszuschneiden und dieses dann in massive (d. h. nicht hohle) Bambusprodukte zu verwandeln. Aber wie werden Bambusprodukte wie Schalen, Tassen, Schneidebretter & Co dann aus den hohlen Bambusstängeln hergestellt? Es gibt zwei Methoden:

Laminierter, verleimter Bambus
Während hölzerne Kochutensilien wie Kochlöffel und Küchenspatel aus einem einzigen massiven Stück Holz hergestellt werden (das gilt allerdings nicht für die meisten Holz-Schneidebretter), wird der Großteil der Bambus-Küchenutensilien nicht aus nur einem Stück Bambus, sondern aus mehreren Bambusstreifen hergestellt. Die hohlem Bambusstängel werden in Stücke geschnitten, verkohlt (Karbonisierung) und dann zusammengeleimt. Dieser Prozess erfordert sehr hohe Temperaturen und verbraucht somit sehr viel Energie und außerdem viel (synthetischen) Klebstoff.

Kochgeschirr holz bambusBambus-Verbundstoff und die Gefahr von Melamin
Die andere Methode Bambusholz zu massiven Bambusstücken zu verarbeiten ist die Herstellung von Bambus-Verbundstoff. Dieser wird aus Bambusfasern hergestellt. Diese werden gekocht, getrocknet und pulverisiert und dann gegebenenfalls durch Karbonisieren (Dämpfen unter hohem Druck) eingefärbt. Anschließend können die Fasern zusammen mit (meist synthetischem) Leim in alle möglichen Formen gepresst werden. Auf diese Weise kann man aus Bambus und Farbstoff alle möglichen Produkte in jeder beliebigen Farbe des Regenbogens herstellen – was auch immer das Herz begehrt. Man denke an Kaffeetassen, Schalen, Teller und vieles mehr. Bei diesem Herstellungsprozess wird auch Melaminharz hinzugefügt, damit die pulverisierten Bambusfasern besser zusammenkleben und die Kochutensilien bzw. das Kochgeschirr stabiler wird. Melaminharz wiederum wird aus Melamin und Formaldehyd hergestellt – dies ist gar nicht gut! Beide sind sehr schädliche Chemikalien und sie können freigesetzt werden, wenn die Bambus-Küchenutensilien Hitze ausgesetzt werden, z. B. wenn du in deine Bambus-Tasse oder -Schüssel oder deinen Bambus-Becher heißen Kaffee oder Tee (etc.) gießt. Hölzerne Küchenutensilien werden dagegen aus nur einem Stück Holz hergestellt, d. h. sie bestehen jeweils aus einem massiven Holzstück. Es wird also kein Leim benötigt, um mehrere Holzstücke miteinander zu verkleben. Manchmal werden hölzerne Schneidebretter zwar aus mehreren zusammengeklebten Holzstücken hergestellt, aber in diesem Fall wird unbedenklicher, lebensmittelechter Leim verwendet.

Die Umweltschutz-Standards beim Bambusanbau in China versus diejenigen bei Holz aus europäischen Wäldern

bambus umweltfreundlichIn China gibt es bezüglich Landwirtschaft und Umweltschutz weniger Vorschriften. Aus diesem Grund kann nicht ausgeschlossen werden, dass beim Bambusanbau in China chemische Pestizide und Düngemittel eingesetzt werden, um schneller größere Mengen an Bambus anzubauen und so die Einnahmen zu erhöhen. Solche chemischen Substanzen sind nicht nur schädlich, wenn sie mit den Bambusstängeln selbst in Kontakt kommen, sondern auch, wenn sie in die Luft gelangen. Wenn viele Landwirte Pestizide und Düngemittel verwenden, verschlimmert das das weltweite Problem der Luftverschmutzung noch mehr – und wir alle wissen inzwischen, wie schädlich dies für Mensch und Umwelt ist.

Wiederverwertbarkeit von Kochutensilien aus Holz verglichen mit Küchenhelfern aus Bambus

bambus nachteileBei Küchenutensilien aus Bambus wird oft behauptet, man könnte Bambus gut recyceln und/oder er sei biologisch abbaubar, aber meistens trifft dies überhaupt nicht zu. Die meisten Küchenutensilien aus laminiertem Bambus und diejenigen aus Bambus-Verbundstoff enthalten synthetischen Leim und auch Melamin. Wenn du also einen Bambus-Kochlöffel auf deinen Komposthaufen wirfst, wird er sich aufgrund der darin enthaltenen chemischen Substanzen, die eben zur Herstellung dieses Kochlöffels verwendet wurden, extrem lange nicht zersetzen. Auch Recycling ist keine Option, so dass die einzige Möglichkeit, um einen Bambus-Kochlöffel loszuwerden, darin besteht, ihn zu verbrennen. Holzkochlöffel und -spatel hingegen enthalten keine synthetischen Substanzen, da sie aus nur einem Stück Holz hergestellt sind. Das bedeutet, dass es nicht notwendig ist, Leim oder Harz zu verwenden, um verschiedene Holzfasern oder Holzstücke zusammenkleben. Aus diesem Grund ist ein Kochlöffel aus Holz biologisch leicht abbaubar. Sind deine hölzernen Küchenhelfer nach vielen Jahren irgendwann zu stark abgenutzt? Dann kannst du sie einfach der Natur überlassen und auf deinem Komposthaufen (o. ä.) zurücklassen – nach ein paar Jahren ist das Holz vollständig verrottet.

Holz aus der Region und aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern mit hoher Biodiversität versus Bambus-Monokulturen

bambus oder holz schneidebrettDie biologische Artenvielfalt (Biodiversität) ist einer der wichtigsten Faktoren für ein gut funktionierendes Ökosystem. Aus diesem Grund ist es bei der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wäldern wichtig, genügend verschiedene Arten von Bäumen, Sträuchern und Kräutern anzupflanzen. Dadurch können mehr Insekten- und andere Tierarten im Wald überleben und eine natürliche Kontrolle aller möglicher Schädlinge sowie das Gedeihen vieler verschiedener (auch früchtetragender) Pflanzen und Blumen wird gewährleistet. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder, aus denen wir von Uulki unser Holz beziehen, haben also einen bedeutenden schützenden Effekt auf die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Ein wichtiger Faktor hierbei ist die sorgfältige Auswahl der Bäume, die gefällt werden können, ohne dass das Ökosystem durch die Ernte beeinträchtigt wird. Es wird nie passieren, dass ein nachhaltig bewirtschafteter Wald vollständig abgeholzt wird. Das genaue Gegenteil von Biodiversität finden wir in der Monokultur. Monokulturen sind landwirtschaftliche Flächen praktisch ohne biologische Vielfalt und diese sind bei Nutzpflanzen wie Mais und Soja sowie in Form von Bambusplantagen weit verbreitet. In diesen Bambus-Baumschulen wird nur Bambus angebaut, was es wiederum Schädlingen leicht macht, ganze Felder zu befallen, sobald ein Schädling herausgefunden hat, wie er den Bambus am besten befallen kann. Wegen der weltweit hohen Nachfrage nach Bambus werden in China ständig noch weitere Bambusplantagen angelegt, um so sicherzustellen, dass das Angebot mit der Nachfrage Schritt halten kann. Das bedeutet dann aber auch oft, dass teilweise üppige Wälder vor Ort dem Bambusanbau weichen müssen. Im Nu werden immer mehr neue benachbarte Flächen gerodet und dann mit Bambus bepflanzt, wodurch sich wiederum Bambuspflanzen-Schädlinge ausbreiten und im ungünstigen Fall alle benachbarten Bambus-Baumschulen mühelos hinwegraffen können. Ist eine solche Bambusschädlings-Epidemie erst einmal ausgebrochen, bleibt den Betreibern der Bambusfarmen nichts anderes übrig, als chemische Pestizide einzusetzen, wenn sie ihre Bambusernte und somit ihr Einkommen nicht verlieren wollen.

Uulki entscheidet sich für Küchenutensilien und Kochgeschirr aus einheimischem, europäischem Hartholz

Kuechenutensilien holz bambusVergleicht man die umweltschädlichen Auswirkungen von Bambusholz mit denen von einheimischem Hartholz, so sind die negativen Folgen des Bambus-Anbaus weitaus höher. Sowohl der lange Transport, die Produktionsweise, die Waldrodung für Bambusplantagen als auch der eventuelle Einsatz von Pestiziden sind für diese Umweltbelastung verantwortlich. Der größte Vorteil von Bambus ist, dass Bambus viel schneller wächst als Holz. Solange jedoch nicht genügend Bambus vor Ort in Europa angebaut wird, sollte man sich (in Europa) am besten für Produkte entscheiden, die aus einheimischem Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern hergestellt werden. Auf diese Weise führt die Verwendung von Holz also zu einer deutlich geringeren Umweltbelastung und deshalb beziehen wir von Uulki ganz klar und deutlich Stellung für nachhaltiges Holz aus Europa.

Die Vorteile von einheimischem Holz auf einen Blick!

Wir bei Uulki lieben Holz … aber nur einheimisches Holz und keine Tropenhölzer! Hier fassen wir noch einmal die wichtigsten Vorteile von heimischem Holz für dich zusammen:

  • Ein kleiner ökologischer Fußabdruck für den Transport: wenig Transportaufwand, um das Holz vom Wald zur Produktionsstätte und zu dir nach Hause zu bringen. Bei Bambus aus Asien ist das anders.
  • Nur geringfügige Verarbeitungsschritte sind für die Herstellung von Küchenutensilien aus Holz nötig, im Vergleich zu Bambus: die Holzernte, das Sägen und Drechseln bzw. das manuelle oder maschinelle Schnitzen in die gewünschte Form, sind weniger arbeitsintensiv und daher umweltfreundlicher als die Herstellung von BambusKochgeschirr.
  • Keine Monokulturen und daher kein Bedarf für Pestizide: Das Holz stammt aus Mischwäldern mit einer hohen Biodiversität. Bambus hingegen wird in Monokultur angebaut.
  • Holzküchenutensilien und Schneidebretter aus Hols sind sicher: Dem Holz werden keine zusätzlichen Substanzen zugesetzt (Holzschneidebretter werden mit lebensmittelechtem Kleber verklebt). Bei der Produktion von Bambus verwendet man jedoch häufig die giftigen Substanzen Melamin und Formaldehyd als Bindemittel.

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